Heilbäder und Kurorte blicken optimistisch in die Zukunft

15. Januar 2018
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STUTTGART – „Heilbäder und Kurorte sind ein wichtiges touristisches Standbein im baden-württembergischen Tourismus“, so Fritz Link, Präsident des Heilbäderverbandes Baden-Württemberg. Dabei sind die Gesundheitsdestinationen für ein Viertel aller Übernachtungen und für 15% aller Ankünfte im Bundesland verantwortlich. Mit über 12 Millionen Übernachtungen und über 3 Millionen Ankünften[*] tragen die Heilbäder und Kurorte so einen erheblichen Anteil zum Erfolg des Tourismuslandes Baden-Württemberg bei und leisten einen stabilen und wichtigen Beitrag zum touristischen Aufkommen im Bundesland.

„Gesundheit, und damit die Kernkompetenz der Heilbäder und Kurorte Baden-Württembergs, ist und bleibt ein wichtiges Urlaubsmotiv“, so Fritz Link. Das bestätigen auch aktuelle Ergebnisse der Reiseanalyse 2017, die leichte Zuwächse bei dem Urlaubsmotiv „etwas für die Gesundheit tun“ im Vergleich zum Vorjahr analysiert hat. So ist dieser repräsentativen Umfrage zufolge die Gesundheit für etwa ein Drittel der deutschsprachigen Wohnbevölkerung in Deutschland ein relevantes Urlaubsmotiv.

Gesundheitsorientierte Urlaubsformen liegen im Trend, das bestätigen auch die jährlichen Zuwächse in den Heilbädern und Kurorten des Landes. Der Reiseanalyse 2017 zufolge haben dabei 80,6% aller Personen, die in den letzten drei Jahren einen gesundheitsorientierten Urlaub gemacht haben, daran in naher Zukunft erneut Interesse bekundet. „Dies zeigt eindrücklich, dass Gesundheitsurlaub ungebrochen im Trend liegt und unterstützt die Wahrnehmung vieler Heilbäder und Kurorte hinsichtlich der hohen Attraktivität insbesondere für Stammgäste. Daran erkennen wir die Zufriedenheit unserer Besucher, die maßgeblich durch die hohe Qualität beeinflusst wird, für die staatlich anerkannte Heilbäder und Kurorte stehen“ so der Verbandspräsident.

Branchenstimmung ist optimistisch

Vielerorts sind die Ankünfte und Übernachtungen gestiegen oder stabil auf hohem Niveau. Die Ursachen sind vielfältig; überschneiden sich jedoch hinsichtlich des gesellschaftlichen Trends zu Kurzreisen, dem höheren Sicherheitsbedürfnis vieler Touristen sowie der guten wirtschaftlichen Lage. Ein Branchenreport des Heilbäderverbandes Baden-Württemberg spiegelt dabei das Bild einer zuversichtlichen Branche wider, die optimistisch auf das neue Jahr blickt. So verzeichnen im Vergleich zum Vorjahr aktuell bereits 21% der befragten Orte einen höheren Buchungsstand für das gestartete neue Jahr; keiner beklagt einen Rückgang. Diese positiven Entwicklungen sind unter anderem auf das steigende Qualitätsbewusstsein der Endkunden, das gute Image vieler Kurorte sowie das wachsende gesellschaftliche Gesundheitsbewusstsein zurückzuführen. „Nicht zuletzt“, so ein teilnehmendes Verbandsmitglied im Branchenreport der baden-württembergischen Heilbäder und Kurorte 2017, “trägt auch die gute Arbeit des Heilbäderverbandes Baden-Württemberg zu einer positiven Zukunftseinschätzung der Branche bei“.

Auf Ortsebene nehmen jedoch einige Mitglieder bei der Bewertung ihres Profils strukturelle Probleme wahr und sehen Wachstumspotentiale durch zu geringe Bettenkapazitäten gebremst. Vor Ort ist, so einige Mitglieder, mehr Investitionsbereitschaft notwendig, da neue Zielgruppen im erstarkenden Gesundheitsmarkt schwerer erreichbar sind. Entwicklungschancen wie die Digitalisierung müssen dabei flächendeckend stärker in den Heilbädern und Kurorten genutzt werden.

Heilbäderverband Baden-Württemberg stellt Weichen für die Zukunft

Um sich als Ansprechpartner für aktuelle und künftige Herausforderungen verstärkt positionieren zu können, wurde eine strukturelle Neuausrichtung des Verbandes vorgenommen. Diese Neuausrichtung beinhaltet unter anderem die Initiierung eines Arbeitskreises Digitalisierung, die enge Zusammenarbeit mit dem DIZ | Digitales Innovationszentrum, neue Vermarktungsstrategien sowie verstärkte Marktforschung. Diese Neuerungen verdeutlichen die erweiterte Ausrichtung auf aktuelle Themen sowie eine verstärkte Zukunftsorientierung des Verbandes, die die Modernisierung der Heilbäder und Kurorte in Baden-Württemberg künftig vorantreiben wird. Ziel ist es zum einen, das digitale Angebot der heutigen Zeit zwecks Modernisierung und Imageaufwertung verstärkt als Kommunikationskanal zu nutzen und zum anderen, basierend auf aktiver Marktforschung, die Entwicklung marktgerechter Produkte voranzutreiben. „Mit diesen strukturellen Neuausrichtungen ist der Verband gut auf aktuelle und künftige Entwicklungen vorbereitet und seinen Mitgliedern weiterhin ein unterstützender Ansprechpartner“, so Fritz Link.

Hintergrund:

Die Heilbäder und Kurorte Baden-Württembergs erwirtschaften jährlich einen Bruttoumsatz von rund 3,05 Milliarden Euro. Für die 56 höherprädikatisierten Heilbäder und Kurorte im Land ergibt sich ein theoretisches Beschäftigungsäquivalent von rund 58.000 Personen.

 

[*] Die Gesamtübernachtungs- und ankunftszahlen der Heilbäder und Kurorte für das Jahr 2017 wurden auf der Basis der amtlichen Zahlen des Statistischen Landesamtes von Januar bis November 2017 ermittelt, sowie auf Basis der Hochrechnung der verbleibenden Monate, beruhend auf der Annahme, dass die Entwicklung analog dem Vorjahreszeitraum verläuft.

 


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