Landestourismuskonzeption: Infrastruktur & Gastgewerbe

13. August 2018

Nach den Themenworkshops in Bezug auf Marketing sowie Digitalisierung folgte der von der dwif GmbH geleitete Themenworkshop zu den Bereichen Infrastruktur und Gastgewerbe.

 

Infrastruktur

Bereits in der Analysephase zur Weiterentwicklung der Tourismuskonzeption des Landes Baden-Württemberg zeigte sich: Die touristische Infrastruktur in Baden-Württemberg hat einen guten Entwicklungsstand. Wichtige Zukunftsthemen in diesem Bereich sind Mobilität, ÖPNV (von verschiedensten Akteuren als eines der wichtigsten Handlungsfelder für den Tourismus in den nächsten fünf bis zehn Jahren benannt), innovative Freizeitprojekte und die digitale Infrastruktur. Der letztgenannte Punkt, die digitale Infrastruktur, wurde bereits im Rahmen des Themenworkshops Digitalisierung behandelt. Alle anderen genannten Punkte standen bei den Diskussionen im Themenworkshop Infrastruktur auf der Agenda.

Themenworkshop Infrastruktur & Gastgewerbe

Themenworkshop Infrastruktur & Gastgewerbe

Im Rahmen dieses Workshops wurden unter anderem folgende mögliche Maßnahmen benannt:

  • ÖPNV/Verkehr: Als wichtig wird die Verbesserung der Erreichbarkeit von touristischen Zielen mit dem ÖPNV angesehen, insbesondere im ländlichen Raum. Diese kommt nicht nur Gästen der Region zugute, sondern ebenso der Bevölkerung und den Fachkräften. Eine mögliche Stoßrichtung sind hier Sensibilisierungsmaßnahmen, um den Bewusstseinswandel beim Mobilitätsverhalten zu unterstützen, und zwar sowohl in Bezug auf die Anbieter als auch in Bezug auf die Nutzer/Fahrgäste. Auch zahlreiche Modellprojekte sind im Bereich Mobilität denkbar.
  • Freizeitprojekte: Die Freizeitinfrastruktur soll gezielt und kundenorientiert weiterentwickelt werden. Dies betrifft vor allem den Ausbau des Schlechtwetterangebotes sowie notwendige Anpassungen an die Folgen des Klimawandels. Schaufensterprodukte, wie sie bereits im Rahmen des Themenworkshops Marketing angedacht wurden, sind hier ein gutes Mittel, um relevante Folgeinvestitionen auszulösen.
  • Reisen für alle: Beim Themenbereich „Tourismus für alle“ geht es stark darum, Bewusstseinsbildung zu betreiben: Barrierefrei heißt eben deutlich mehr als nur rollstuhlgerecht. Wichtig ist dabei, die entsprechenden Bedürfnisse in allen Bereichen und Handlungsfeldern zu berücksichtigen. Die Maßnahmenvorschläge bewegen sich dabei von der Bewusstseinsbildung über verlässliche Zertifizierungssysteme bis hin zu konkreten Infrastrukturprojekten.
Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse des Workshops

Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse des Workshops

Auch das Thema (gesetzliche) Rahmenbedingungen wurde im Zusammenhang mit Bereichen wie Förderung oder Infrastruktur aufgegriffen und diskutiert. Entsprechende Vorschläge wurden vom Ministerium der Justiz und für Europa Baden-Württemberg aufgegriffen und werden intern (in den Steuerungsgremien) weiter erörtert.

 

Gastgewerbe

Zum Gastgewerbe wurden die folgenden Punkte diskutiert:

  • Fachkräftemangel
  • Entwicklung & Sicherung von Qualität & Wettbewerbsfähigkeit
  • Weiterbildung/Qualifizierung
  • Investitionsstau/Förderung

Die Diskussion orientierte sich dabei jeweils an drei Leitfragen:

  • Wie ist der Handlungsbedarf in diesem Themenfeld?
  • Was muss in der Tourismuskonzeption geregelt werden?
  • Haben Sie Maßnahmenvorschläge/Ideen für mögliche Pilotprojekte?

So ging es beim Fachkräftemangel um Maßnahmen zur Sicherung von Auszubildenden und Fachkräften. Zur Aufrechterhaltung einer hohen Angebotsqualität wurde unter anderem darauf hingewiesen, dass auch die Sicherung des gastronomischen Angebotes im ländlichen Raum sehr wichtig ist.

Ideen, die im Rahmen des Workshops genannt und bereits andiskutiert wurden, sind:

  • gemeinsame Informationsplattformen (z.B. Tourismusnetzwerk)
  • ein zentrales Ansiedlungsmanagement
  • Wettbewerbe zur Steigerung der Qualität und zur Sichtbarmachung von Best-Practice-Beispielen
  • und weitere Unterstützungsmöglichkeiten.

Um diese und weitere Punkte näher zu konkretisieren, sind vorerst noch zahlreiche weiterführende Gespräche notwendig. In jedem Fall wird auch das Gastgewerbe einen festen Platz in der Tourismuskonzeption einnehmen.


Autor(in): Anja Opper
Ministerium der Justiz und für Europa Baden-Württemberg
E-Mail: tourismuskonzeption-bw@tourismuszukunft.de
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