Outdoor-Tourismus in Zeiten von Corona – Empfehlungen und Hinweise

14. Mai 2020
Aktuelle Informationen zum Coronavirus (SARS-CoV-2) finden Sie hier.

Verschiedene Aktivitäten in der Natur erfreuen sich in Zeiten von Kontaktbeschränkungen, Reiseverboten und erhöhtem Stress wachsender Beliebtheit. Deshalb sollen an dieser Stelle verschieden Empfehlungen und Hinweise gesammelt werden, damit sich die Destinationen vor Ort auf eine wachsende Besucherzahl bei gleichzeitigen Hygiene- und Abstandsregeln einstellen können.

Wenn Sie zu diesem Thema weitere Konzepte kennen oder Ideen einbringen möchten, informieren Sie uns gerne unter corona@tourismus-bw.de.

 

Empfehlungen für Destinationen

Situationsanalyse

Beobachten Sie genau, wie sich die Besucherzahlen entwickeln und ob es zu Problemen und Konflikten in der Natur kommt. Erste Umfrageergebnisse zeigen, dass Konflikte zwischen verschiedenen Nutzergruppen in der aktuellen Situation zunehmen.

Besucherlenkung

Die Lenkung der Besucherströme stellt in der Natur eine besondere Herausforderung dar, da es meist keinen zentralen Zugangspunkt zu Wegen und Attraktionen gibt.

  • Stark frequentierte Wege sollten nicht zusätzlich vermarktet werden.
  • Wege ggf. nur in eine Laufrichtung ausweisen, um „Gegenverkehr“ auf engen Pfaden zu vermeiden.
  • Alternativen ausweisen: Kein anderes Bundesland kann auf ein so umfangreiches Wanderwegenetz zurückgreifen, wie Baden-Württemberg. Insgesamt haben der Schwarzwaldverein und der Schwäbische Albverein rund 47.000 Kilometer markierter Wege ausgewiesen. Auf Grundlage dieses Netzes lassen sich schnell neue, kurze Routen konzipieren, die dann ggf. nur für einen kurzen Zeitraum veröffentlicht werden.
  • Der Dienstleister tourkonzept hat hier ein Konzept für speziell entwickelte Touren „FreiGänge“ entwickelt. Weitere Informationen finden Sie hier.
  • Parkplätze sperren oder verkleinern.
  • Hotspots wie z.B. Wasserfälle nicht im Marketing kommunizieren. An Orten wie z.B. See-Promenaden wird ggf. der Einsatz von Ordnungspersonal notwendig sein.
  • Strikte Trennung von Radfahrern und Wanderern/Spaziergängern: Insbesondere im Wald kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen Mountainbikern und Wanderern. Destinationen, die geeignete Trails für Mountainbiker ausgewiesen haben, sollten diese verstärkt kommunizieren und auf Rücksichtnahme hinweisen. Kurzfristig sind neue Trails aufgrund der hohen Auflagen und Planungszeiträume kaum zu realisieren. Anderseits sind die verschiedenen Akteure in der Krisensituation ggf. eher zu Kompromissen bereit.
  • Rastplätze ggf. so markieren, dass Abstandsregeln besser eingehalten werden.

Weitere Informationen finden Sie im

Corona-Wegweiser für Wanderdestinationen des Deutschen Wanderverbands

Faktenblatt – Premiumwege in Corona-Zeiten des Deutschen Wanderinstituts

Wassersport

Strategie- und Maßnahmenpapier zur Durchführung von Kanuvermietungen während der Corona-Pandemie des Bundesverbandes Kanu e.V. (BVKanu)

 

Hinweise und Verhaltensregeln für Besucher und Gäste

Damit die Schutzmaßnahmen wirksam durchgeführt werden können, müssen alle Outdoor-Aktive, d.h. Einheimische und Gäste, gleichermaßen über die wichtigsten Verhaltensregeln informiert sein.

Einige gute Leitfäden für Ihre Besucher sind:

Kommunikation und Information

Kommunizieren von Sperrungen, Hinweisen und Verhaltensregeln über:

  • Hinweisschilder vor Ort
  • Social Media, Homepage
  • Tourenportale z.B. Komoot, Outdooractive
  • Lokalpresse
  • Touristinformation und telefonische Beratung
  • Informationsflyer

 

 


Autor(in): Felix Rhein
Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg
Themenmanager Natur, Wohlsein & Barrierefrei
E-Mail: f.rhein@tourismus-bw.de
Telefon: +49 (0)711 / 23858-14
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