AlbCard als Hoffnungsschimmer in der Krise

26. Oktober 2020
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2020 war und ist ein schweres Jahr für den Tourismus. Auch die Schwäbische Alb muss herbe Einbrüche bei den Übernachtungszahlen hinnehmen. Umso erfreulicher ist das Fazit der ersten AlbCard-Monate, denn die neue Gästekarte war für viele Übernachtungsgäste Buchungsgrund und wurde diesen Sommer trotz Corona stark nachgefragt und genutzt. Bei einem Pressegespräch des Schwäbische Alb Tourismus (SAT) mit Tourismusminister Guido Wolf am 22.10.20 in Bad Urach blickten verschiedene Tourismusakteure der Region auf das bisherige Jahr zurück.

Man kann und muss es nicht schönreden: Die Corona-Pandemie hat harte Zeiten für den Tourismus eingeläutet und das zeigen auch die Übernachtungszahlen der Schwäbischen Alb: Den stärksten Einbruch an Übernachtungen gab es mit – 48,5 % bis einschließlich Juni. Seit Juli geht es wieder langsam, aber stetig aufwärts. So lagen die Rückgänge von Januar bis Juli 2020 nur noch bei – 46,1 % und von Januar bis August sogar nur noch bei – 42,2 %.*

In den Sommerferien konnte die Schwäbische Alb als Urlaubsregion mit einmaliger Landschaft und Natur sowie zahlreichen Outdoor- und Familien-Angeboten vom Trend profitieren den Urlaub im eigenen Land und vor der eigenen Haustüre zu verbringen. Der SAT hat auf diese Entwicklung bereits im Frühjahr schnell reagiert und in groß angelegte Marketingkampagnen investiert, die auf den nationalen und regionalen Markt abgezielt haben.

Zudem hat der SAT am 1. Juli seine neue kostenlose, digitale Gästekarte „AlbCard“** eingeführt – ein laut Minister Guido Wolf „hervorragendes Beispiel für die praktische Umsetzung der Digitalisierung im Tourismus“. Nach über einem Vierteljahr Einsatz der AlbCard wird deutlich, dass dieser Zeitpunkt ideal gewählt war und in einer entscheidenden Phase wichtige Anreize für einen Urlaub auf der Schwäbischen Alb geschaffen hat. In den ersten drei Monaten konnten mehr als 57.000 AlbCard-Nächte, also Übernachtungen von Gästen mit einer AlbCard, verzeichnet werden. Über 18.000 Mal nutzten Gäste die AlbCard, um Sehenswürdigkeiten und touristische Angebote der Schwäbischen Alb kostenlos zu erleben (ÖPNV nicht eingerechnet).

Einige AlbCard -Gastgeber, deren Kerngeschäft der Urlaub in der Natur oder Familienurlaub darstellt, waren in den Sommerferien sogar ausgebucht und teils besser ausgelastet als im Vorjahreszeitraum.

Positiv hervorzuheben ist auch, dass die Aufenthaltsdauer der Gäste verlängert werden konnte. Von Januar bis August 2019 lag diese noch bei 2,1 Nächten, im gleichen Zeitraum 2020 bereits bei 2,3 Nächten.

Für Gastgeber, die bisher vor allem auf den am meisten von der Krise betroffenen Geschäftsreisetourismus ausgerichtet waren, hat sich die AlbCard als hilfreiches Instrument erwiesen erstmals verstärkt Urlaubsgäste anzusprechen.

Das Feedback seitens der Gastgeber und der Gäste zur neuen Gästekarte ist durchweg positiv. Die Gäste loben die unkomplizierte Nutzung sowie die Vielzahl der vollständig kostenfrei erlebbaren Leistungen. Auch die Möglichkeit in jeden Bus und jede Bahn zu steigen, ohne sich vorab mit Tarifzonen und Ticketbeschaffung auseinanderzusetzen, wird geschätzt und vielfach genutzt. Die teilnehmenden Gastgeber haben zunächst einen entscheidenden Buchungsvorteil bei der Reiseentscheidung des Gastes und können während des Aufenthaltes einen zusätzlichen Service bieten.

Dass das Konzept aufgeht, zeigt auch das steigende Interesse weiterer Gastgeber Teil dieses Projekts, also AlbCard -Gastgeber zu werden: Bei Projektstart im Juli gab es 118 teilnehmende AlbCard -Gastgeber, mittlerweile sind es schon 147.

Auch Minister Guido Wolf lobte in seiner Rede das in dieser Größenordnung deutschlandweit einzigartige Gästekarten-Projekt: „Es sind innovative Projekte wie die AlbCard und die große Bereitschaft zur gemeinsamen Kraftanstrengung hier in der Region, die mich davon überzeugen, dass wir im baden-württembergischen Tourismus bestens für die zukünftige Entwicklung aufgestellt sind.“

 

Bild-Info: Pressegespräch AlbCard, 22.10.20 in Bad Urach, v.l.n.r. Daniel Tress (Geschäftsführer TRESS Gastronomie GmbH & Co. KG), Dieter Pfeffer (Geschäftsführer naldo Verkehrsverbund), Minister Guido Wolf, Louis Schumann (SAT-Geschäftsführer), Marcus Bremer (Bürgermeister Niederstotzingen & stellv. SAT-Vorsitzender), Elmar Rebmann (Bürgermeister Bad Urach), Foto: Schwäbische Alb Tourismus

 

 

 

* Die Zahlen entsprechen dem Verbandsgebiet des Schwäbische Alb Tourismus (SAT) und sind daher nicht identisch mit den Daten, die vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg veröffentlicht werden.

**Zum Hintergrund: Die AlbCard bekommen Gäste ab der ersten Übernachtung bei einem der 147 teilnehmenden AlbCard- Gastgeber geschenkt. Mit der AlbCard fahren die Gäste in der gesamten Region kostenlos Bus & Bahn und können 130 touristische Top-Highlights, Angebote und Sehenswürdigkeiten auf der Schwäbischen Alb kostenfrei erleben. Das Projektgebiet umfasst 10 Landkreise plus den Stadtkreis Ulm und somit ca. 25 % der Landesfläche. Mehr Infos sowie alle teilnehmenden Gastgeber und Inklusiv-Leistungen finden Sie unter www.albcard.de.

 


Autor(in): Julia Metzmann
Schwäbische Alb Tourismus
Referentin PR / Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: metzmann@schwaebischealb.de
Telefon: +49 (0) 7125 / 93 930 – 24
Telefax: +49 (0) 7125 / 93 930 - 99
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