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Kleine Vermieter haben große Sorgen

9. März 2021
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Jeder zweite Kleinvermieter fürchtet um seine Existenz

Fast 8.000 Gastgeber im Schwarzwald vermieten weniger als zehn Betten. Vor Corona entfielen auf sie rund 5,5 Mio Übernachtungen. Nach dem monatelangen Corona-Lockdown ist die Not dieser Klein- und Privatvermieter groß: Zwei von drei Kleinvermietern deutschlandweit haben keinen Anspruch auf Corona-Hilfen der Bundesregierung. Jeder zweite Gastgeber fürchtet um seine Zukunft. Für jeden dritten Privatvermieter sind die fehlenden Einnahmen existenzbedrohend. Das ist das Ergebnis einer Befragung unseres Buchungspartners Lohospo in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Ferienhausverband von Ende Februar. Lohospo betreut deutschlandweit rund 7.000 online buchbare und anfragbare Gastgeber.

Rund 80 Prozent der Befragten vermieten Ferienwohnungen, zehn Prozent Gästehäuser und Pensionen und weitere zehn Prozent führen mittlere und größere Hotels. An der Umfrage nahmen 1.073 Befragte teil. Nur 17,6 Prozent rechnen mit Corona-Hilfe, ähnlich viele wissen nicht, ob sie Hilfe erwarten können. Knapp 65 Prozent können nach eigenen Angaben keinen Anspruch auf Corona-Hilfe geltend machen. Die meisten, weil sie nur privat im Nebenerwerb vermieten. Aber von ihnen sieht sich fast jeder dritte in seiner Existenz bedroht.

Sommerbuchungen eher zögerlich

Der Blick auf den Sommer macht den wenigsten Klein-Vermietern Hoffnung: Nur 3,5 Prozent berichten von einer besseren Buchungslage für die kommende Saison als in den Vorjahren. Die Gäste zeigen sich nach Angaben von Lohospo beim Buchen sehr zurückhaltend und drängen auf flexible oder gar kostenfreie Stornierungsmöglichkeiten. Somit könnten die Kleinvermieter trotz häufig hoher Investitionen für Hygienemaßnahmen kaum mit erwartbaren Einnahmen kalkulieren.

Die befragten Vermieter wünschen sich eine nach Unterkunftsarten gestaffelte rasche Öffnung der Betriebe: Wo Abstände – etwa in einem Ferienhaus – leichter eingehalten werden können, als in Betrieben, in denen mehrere Personen auf engem Raum zusammentreffen, soll eher geöffnet werden. Zur Erhöhung der Sicherheit schlagen die Befragten Tests in der Unterkunft oder am Ferienort vor. Ebenso eine Reduzierung der Personenzahl und die Begrenzung auf möglichst einen Haushalt in einem Feriendomizil, Kontaktreduzierung etwa durch Frühstück auf dem Zimmer oder Begrenzung im Wellnessbereich sowie Check-in-Systeme zur automatisierten Nachverfolgung von Kontakten.

Gastgeberumfrage bei Lohospo abrufbar

Die detaillierten Ergebnisse der Gastgeberumfrage können bei Lohospo angefordert werden. Das 2011 gegründete Dienstleistungsunternehmen für Unterkunftsbetriebe hat ein Vertriebsnetzwerk aus namhaften Online-Buchungsportalen aufgebaut, zu denen auch booking.com, e-domizil, best-fewo.de und fewo-direkt gehören. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Freiburg. Ansprechpartnerin ist Geschäftsführerin Chistiane Schwaß, eine der drei Gründerinnen. Zu erreichen unter Tel. 0761.154331-11, christiane.schwass@lohospo.de. Weitere Infos unter www.lohospo.de


Autor(in): Wolfgang Weiler
Projekt D - die Kommunikationshelfer
E-Mail: weiler@schwarzwald-tourismus.info
Telefon: 0170 3422862
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