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Sommertour: Staatssekretär Rapp zu Besuch am Bodensee

Im Rahmen seiner Tourismus-Sommerreise besuchte Staatssekretär Patrick Rapp vom 1. bis 12. August 2022 alle sechs Reisegebiete im Land Baden-Württemberg. Im Fokus standen dabei die Themen „Natur“ und „Genuss“. Bei seinem vorerst letzten Besuch der Tour hat er sich über besonders nachhaltige Angebote und Projekte am Bodensee informiert.

Am Bodensee stehen die Zeichen auf nachhaltigen Urlaub

Staatssekretär Dr. Patrick Rapp (Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes Baden-Württemberg) war im Rahmen seiner Sommertour 2022, die unter dem Schwerpunkt „Genuss und Natur“ stand, am 12. August zu Gast in der Bodenseeregion. Seine Reise führte ihn zunächst in das Naturresort Gerbehof in Ailingen bei Friedrichshafen und anschließend zum Burgunderhof in Hagnau. Begleitet wurde er auf der Tour von Ute Stegmann, Geschäftsführerin der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH (DBT), ihrem Team, dem ersten Landesbeamten des Landratsamtes Bodenseekreis, den Bürgermeistern von Friedrichshafen, Hagnau und Bodman-Ludwigshafen sowie Vertreter:innen der Tourist-Informationen aus der Region.

„Der Bodensee ist ein sehr beliebtes Reiseziel. Dank der zahlreichen Streuobstwiesen und Weinberge sowie dem Hopfenanbau spielen der heimische Genuss, die Saisonalität und Regionalität eine große Rolle. Darüber hinaus gibt es tolle nachhaltige Urlaubserlebnisse zu entdecken – die nachhaltigen Unterkünfte runden das Angebot schließlich ab. Bereits seit 2021 widmen wir uns intensiv dem Thema. Wir möchten uns dafür einsetzen, den Urlaub am Bodensee nachhaltiger zu gestalten und die Umwelt zu schützen.“, erklärt Ute Stegmann.

DBT zeichnet erste ECHT nachhaltig-Partner aus

Das neue Siegel „ECHT nachhaltig“ soll dabei helfen, den Aufenthalt an Deutschlands größtem See autofrei, umweltfreundlich und ressourcenschonend zu gestalten. Die Webseite www.echt-nachhaltig.de informiert dabei über alle „ECHT nachhaltig“-Partner aus den Kategorien Gastronomie, Unterkunft, Erlebnis, Manufaktur und Leuchtturm, die sich dem Projekt bisher stolz und mit viel Engagement angeschlossen haben.

Für die DBT ist klar: Nachhaltigkeit ist kein Einzelkampf, sondern ein Gemeinschaftsakt. Daher sind die Partnerbetriebe mindestens genauso wichtig wie die Auszeichnung selbst. Mit Freude berichtet Ute Stegmann, dass sich bereits nach kurzer Zeit eine Vielzahl an nachhaltigen Partnerunternehmen zusammengefunden hat, um sich für nachhaltiges Handeln im Urlaub einzusetzen: Aktuell sind es insgesamt 38 Betriebe aus den genannten Kategorien. „Unser Bodensee ist Lebensraum, Existenzgrundlage, Urlaubsregion und Erlebnisgebiet zugleich. Dieses Naturparadies gilt es zu schützen und zu bewahren. Mit dem Projekt stehen wir noch am Anfang, aber wir sind uns bewusst, dass auch die längste Reise mit dem ersten Schritt beginnt – und jeder Schritt bringt uns dem Ziel näher“, ergänzt die Projektverantwortliche, Nikola Nielsen. „Wir sind offen und gespannt auf jegliche Anregungen, Ideen, Mitwirkende und Unterstützung. Es ist uns wichtig, dass ein aktives Netzwerk mit regem Austausch gebildet sowie eine gegenseitige Akzeptanz für die Nachhaltigkeit geschaffen wird, egal wie man diese interpretiert. Weiter möchten wir Impulse geben und ein Zeichen setzen – so können wir Projekte und Betriebe auf unserem Weg zu einem nachhaltigen Bodensee mitnehmen“.

Spannende Einblicke in zwei der ECHT nachhaltig-Partnerbetriebe wurden dem Staatssekretär bei seiner Tour gewährt.

Natur genießen & Kraft tanken im Naturresort Gerbehof in Ailingen

Das Naturresort Gerbehof, ausgezeichnet als Bio-Landhotel Garni, liegt im Hinterland zum Bodensee und besticht durch seine Lage direkt in der Natur – zwischen Obstplantagen, Wald und Wiesen. Das Naturresort Gerbehof legt besonderen Wert auf Nachhaltigkeit, handelt bewusst im Umgang mit der Natur und hat einen 100 % Bio-Qualität Anspruch. Regionale Lebensmittel in der Küche, Energiegewinnung aus der eigenen Hackschnitzelanlage, Photovoltaik auf dem Dach und Strom aus 100% Wasserkraft – all das ist für das Naturresort Gerbehof selbstverständlich. Darüber hinaus spielen die Gastfreundschaft und das Schaffen einer persönlichen Atmosphäre eine bedeutende Rolle.

Nachhaltig urlauben und wohlfühlen

Luxuriöser Charme, Ruhe und Entspannung – all das zeichnet den Burgunderhof aus. Das „Adults only“ Hotel besticht nicht nur durch seine Lage inmitten der Weinreben und mit Blick auf den Bodensee, sondern auch durch seine biologische Ausrichtung. Speisen und Getränke aus zertifizierter, biologischer Landwirtschaft, zertifizierte Naturkosmetik, die Verwendung von Ökostrom und der Einsatz von recycelten Materialien sind für die Gastgeber, Familie Renn selbstverständlich. Bereits seit mehr als 300 Jahren widmet sich die Familie dem alkoholischen Genuss: Früher wurde auf dem Burgunderhof ausschließlich Wein ausgebaut, später eine Destillerie angeschlossen, die besonders durch Tochter Julica Renn und ihren Mile High Dry Gin bekannt wurde. Dieser wird in einem aufwändigen Batch-Verfahren von Hand produziert wird. Genau 69 Schritte sind es, bis der Gin vom Bodensee schließlich in den Handel kann.

Nachhaltigkeit für jedermann

Nachhaltigkeit fängt im Alltag jedes Einzelnen an – in der Freizeit, im Urlaub, beim Einkaufen. Daher macht sich die DBT nicht nur dafür stark, touristische Betriebe in Sachen Nachhaltigkeit zu motivieren, sondern auch die Urlaubsgäste. Hierbei spielt besonders das Thema „Urlaub im Einklang mit der Natur“ eine bedeutende Rolle. Wer ein bewusstes Urlaubserlebnis im Einklang mit der Natur erleben will, dem fällt die Suche nach regional-saisonalen Lebensmitteln dank der zahlreichen Hofläden in der Region bestimmt nicht schwer. Zudem gibt es im Online-Shop der DBT unter anderem die sogenannten Soulbottles aus Glas, die unterwegs an Trinkwasser-Stationen aufgefüllt werden können, sowie die passenden Deckel für Recup-Kaffeebecher. Ebenfalls initiiert von der DBT, erhalten Gäste in den Tourist-Informationen sowie auf den Campingplätzen und in den Unterkünften kostenfreie Klick-Klack-Ascher. Gerauchte Zigaretten können damit im Taschenaschenbecher gesammelt und dann im nächsten Mülleimer im Restmüll entsorgt werden. Sie sind vor allem für unterwegs bestens geeignet – etwa auf der Straße, im Freibad oder auch bei Veranstaltungen. Die gratis Dosen für die Kippe tragen dazu bei, den Bodensee und die Umwelt sauber zu halten. Eine weitere Maßnahme, die gerade angestoßen wird, ist das Verteilen von Schablonen für die Gullideckel in den Gemeinden am deutschen Bodensee: Damit soll ergänzend bewirkt werden, dass die Kippen nicht im Grundwasser, sondern im Mülleimer landen.

Fördermittel für Nachhaltigkeitsprojekt

Damit die ambitionierten Ziele sowie nachhaltige Maßnahmen, Investitionen und Innovationen realisiert werden können, hat das Land Baden-Württemberg Anreize in Form von Förderungen geschaffen. Es handelt sich dabei um die Kriterien gebundene Förderung für regionale Destinationsmanagementorganisationen (DMO), durch die bereits erste Teilprojekte wie beispielsweise die Bodensee CleanUp Days, die See-Dialoge oder die Imagespots zum Nachhaltigkeitsprojekt finanziert werden konnten. Die Videos gibt es auf YouTube unter https://www.youtube.com/watch?v=hu5WunCeyvU&t=1s

Weitere Informationen zu „ECHT nachhaltig“ unter www.echt-nachhaltig.de



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