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IHK-Studie: Camping- und Reisemobiltourismus 2018

4. April 2018
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Rechtzeitig zur beginnenden Sommersaison erscheint die IHK-Studie zum Camping- und Reisemobiltourismus in Baden-Württemberg. Gemeinsam BVCD Baden-Württemberg wurde die einzigartige Studie für dieses wichtige Tourismussegment erstellt.

Die komplette Broschüre gibt es hier zum Download: IHK_CampingstudieBW 2018_web

Das Wichtigste in Kürze:

Die Campingbranche ist ein außerordentlich wichtiges Segment der Tourismuswirtschaft in Baden-Württemberg. Durch ständige Zuwächse an Übernachtungen und dem Trend zum Urlaub im eigenen Land, hat die Campingwirtschaft Marktanteile gewonnen. Die Branche, wie auch die der Hersteller, boomt. „Mobiler Tourismus“ ist gerade in Zeiten der weltweiten Krisen im Trend.

Viele Betriebe haben in den letzten Jahren in deutliche Qualitätsverbesserungen investiert. Wellness, Sportangebote, Gastronomie, Animationsprogramme sowie vermietbare Einheiten sind bei den Unternehmen im 4- und 5-Sterne-Bereich obligatorisch.

Der Marktanteil der Campingübernachtungen an allen Übernachtungen ist kontinuierlich auf über 7 % gestiegen. Da deutlich über 90 % der Campingübernachtungen freizeittouristische Übernachtungen sind und bei den sonstigen Übernachtungen, insbesondere in der Stadthotellerie, ganz überwiegend wirtschaftstouristische Übernachtungen stattfinden, dürfte unseren Schätzungen zufolge der Marktanteil des Campingtourismus an allen touristischen Übernachtungen bei über 20 % liegen.

Der Campingtourismus ist in Baden-Württemberg statistisch nicht vollständig erfasst. Beim Statistischen Landesamt wurden 2017 nur 355 Berichtsbetriebe geführt. Nach unserer Untersuchung müssten jedoch einschließlich der berichtspflichtigen Wohnmobilstellplatz-anlagen insgesamt 425 Betriebe erfasst werden.

Dauercamping hat in Baden-Württemberg immer noch einen Anteil an allen Standplätzen von etwas über 50 %. Berücksichtigt man die rund 5.000 Stellplätze auf Wohnmobilstellplatzanlagen als Touristikstandplätze, so sinkt der Anteil der Dauercampingstandplätze an allen Standplätzen auf Campingplätzen und Stellplätzen auf Wohnmobilstellplatzanlagen auf 45 %.

Der Anteil der Standplätze bzw. Aufstellplätze, auf denen Mieteinheiten untergebracht sind, beträgt in Baden-Württemberg nur 4,5 %. Dies ist im bundesweiten Vergleich unterdurchschnittlich. Das mag seine Ursache darin haben, dass in Baden-Württemberg Kleinferienhäuser bzw. Kleinwochenendhäuser auf Campingplätzen in der Campingplatzverordnung nicht vorkommen. Diese sollte deshalb dringend novelliert werden. Denn gerade Nachfrage nach „Glamping“ ist in den letzten Jahren stetig gestiegen.

 

Urlaub auf Sparflamme? Das trifft auf den Campingtourismus schon lange nicht mehr zu. Der Marktanteil ist hoch und ebenso die Ausgaben der Campinggäste. Gemäß dwif gaben Campingtouristen im Jahr 2016 über 5.000 Millionen Euro in den Zielgebieten in Deutschland aus. Insgesamt rechnet man mit einem Umsatz von 12,5 Milliarden Euro pro Jahr durch den Campingtourismus in Deutschland.

Angesichts der anhaltend hohen Verkaufszahlen von Campingfahrzeugen und Campingausrüstung und der langen Lebensdauer, ist davon auszugehen, dass die Campingwirtschaft auch langfristig eine Wachstumsbranche bleiben wird.


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